Feb

9

2009

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Madagaskar

Abgelegt in Allgemein

Auf der Tropeninsel Madagaskar, die östlich von Südafrika im Indischen Ozean liegt, eskaliert der erbitterte Machtkampf weiter. Das Auswärtige Amt hat bereits vor längerer Zeit vor Reisen nach Madagaskar aufgrund von Unruhen abgeraten. Aktuell verschärfen sich die Gewalt und der erbitterte Machtkampf in Madagaskar noch weiter. Die Protestkundgebung der Demokratiebewegung des selbst ernannten Präsidenten Andry Rajoelina war am Sonntag von Soldaten blutig niedergeschlagen worden.

Erste Berichte meldeten bis zu 40 Tote und 300 Schwerverletzte. Die Soldaten hatten ohne Vorwarnung das Feuer mit automatischen Waffen auf die Demonstranten eröffnet. Unter den Toten soll ein Journalist aus Madagaskar sein. Unter den Opfern der Ausschreitungen sollen sogar Kinder sein.
Allein im größten staatlichen Krankenhaus auf Madagaskar wurden bis zum frühen Morgen am Sonntag bereits 25 Leichen und 173 Verletzte gezählt. Verzweifelte Szenen spielten sich auf den Straßen ab, während die Menschen nach vermissten Angehörigen unter den zahlreichen Opfern suchten. In der Umgebung des Stadtpalastes, der als eines der Büros des Präsidenten Ravalomanan fungiert, hielten die Schüsse noch bis zum Abend an.
Hintergrund der Unruhen sind die Vorwürfe des Machtmissbrauchs von Rajoelina gegenüber dem amtierenden Präsidenten Ravalomanan und die Präsentation einer Gegenregierung. Die bereits 2 Wochen andauernden Unruhen hatten mit einem Generalstreik ihren Anfang genommen. Darauf folgte eine Plünderungswelle und zahlreiche Gewaltakte.

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