Jan

12

2009

Das Erdbeben in Costa Rica war das schwerste seit 150 Jahren

Abgelegt in Costa Rica

Bei dem Erdbeben am vergangenen Donnerstag in Costa Rica handelt es sich um das schwerste Beben der letzten 150 Jahre in dieser Region. Die offiziell bekannte Zahl der bisherigen Todesopfer der Naturkatastrophe ist auf 34 angestiegen. 18 der Toten waren unter den Trümmern eines eingestürzten Restaurants verschüttet.
Die Zahl der Verletzten verläuft sich auf mehrere hundert Menschen – über eine genaue Zahl liegen noch immer keine Angaben vor. Gemäß den Angaben des Roten Kreuzes werden noch mindestens 56 Menschen vermisst. Hunderte Menschen wurden durch die starken Beben obdachlos. Die Erdstöße, deren Epizentrum etwa 40 km von der Hauptstadt San Jose in der Nähe des Vulkans Paos lag, waren in weiten Teilen Costa Ricas zu spüren. Zwischenzeitlich wurden von den Behörden etwa 1.500 Nachbeben  gemeldet, die im ganzen Land zu spüren waren.
Da der Vulkan Poas, in dessen näherer Umgebung das Epizentrum des schweren Erdbebens lag, ein sehr beliebtes Touristenziel darstellt, waren durch die zerstörten Straßen, die von Trümmern übersät waren, etwa 600 Menschen eingeschlossen. Rettungskräfte mussten sich einen Weg durch die Trümmer bahnen, um diese Menschen befreien zu können. Luftaufnahmen im lokalen Fernsehen auf Costa Rica zeigten die Ausmaße der Schäden, die das Beben angerichtet hat. Darauf waren zerstörte Brücken, verschüttete Häuser und unpassierbare Straßen sowie aufgrund von Erdrutschen abgerutschte Erdhänge, die alles unter sich begruben, zu erkennen.
In der Region der stärksten Beben vom Donnerstag leben immerhin 2,5 Millionen der 4 Millionen Einwohner des mittelamerikanischen Staates Costa Rica. Für schnelle Hilfe sorgten sowohl die Nachbarstaaten, als auch die USA und China. 2 Hubschrauber des Typs Blackhawk der USA wurden aus Honduras in das Krisengebiet beordert, um den Rettungskräften vor Ort Unterstützung zu leisten.
Costa Rica ist ein Land, das aufgrund seiner geographischen Lage einer hohen seismischen Aktivität ausgesetzt ist – von vielen der Beben bemerken die Einwohner gar nichts. So wurden beispielsweise im Jahr 2008 über 4.700 Erdstöße beim seismologischen Institut registriert – nur 60 davon waren so stark, dass sie überhaupt von der Bevölkerung wahrgenommen wurden.

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