Dez

9

2008

Unruhen in Griechenland – Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Abgelegt in Griechenland

Aufgrund der anhaltenden Unruhen und Randale in Griechenland erfolgt aktuell vom Auswärtigen Amt eine Reisewarnung für die betreffenden Regionen. Zwar seien die touristischen Regionen nicht von den Ausschreitungen betroffen, dennoch sollte vor Reisen nach Griechenland die aktuelle Lage genau beobachtet werden.

Auslöser für die Eskalation der Unruhen in Griechenland war der Tod eines Schülers, der durch gezielte Schüsse eines Polizisten verschuldet worden sein soll. Nur 48 Stunden nachdem der 15-Jährige ums Leben kam, ist das Stadtzentrum unter Kontrolle der etwa 4.000 Autonomen. Das Stadtzentrum der Hauptstadt Athen versinkt im Flammenmeer. Auch der massive Einsatz von Tränengas durch die Polizei blieb ohne Wirkung auf die gewalttätigen Demonstranten, die weiterhin alles zerstören, was auf ihrem Weg liegt. Aber nicht nur in Athen scheint die Situation immer weiter zu eskalieren, auch in Saloniki wurden von tausenden Demonstranten Scheiben an Regierungsgebäuden, von Banken und zahlreichen weiteren Gebäuden eingeworfen. Des Weiteren wurde in Thessaloniki ein Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail auf eine Polizeiwache verübt und zahlreiche Geschäfte wurden von den Jugendlichen geplündert. Ebenfalls wurden aus der Stadt Larissa und auch in Chania auf Kreta Krawalle gemeldet, auch von der Insel Rhodos werden mittlerweile Ausschreitungen gemeldet. Aufgrund der Unruhen, die nicht unter Kontrolle gebracht werden, bleiben die meisten Schulen in Griechenland geschlossen. Nach einer ersten Bilanz der bisherigen Straßenkämpfe wurden 40 Menschen verletzt und die Höhe des Sachschadens auf 100 Millionen Euro geschätzt. Vor den griechischen Botschaften in London, Berlin und Nikosia zeigen jugendliche Demonstranten ihren Unmut gegenüber der griechischen Polizei. Laut Angaben der Polizei soll der Schuss auf den 15-jährigen Schüler aus Notwehr abgegeben worden sein – dies widerspricht allerdings den Angaben der Augenzeugen, nach denen der Polizist mit voller Absicht geschossen hat. Zwar wurden die beiden Beamten festgenommen und wegen Mordes beschuldigt, dennoch kann dies den Tod eines Jugendlichen nicht rechtfertigen.

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