Apr

6

2009

Erdbeben-Serie in Italien

Abgelegt in Italien

n der letzten Nacht wurde Nord- und Mittelitalien von einer Serie schwerer Erdbeben erschüttert. Das stärkste Beben soll vermutlich eine Stärke von 6,7 auf der Richterskala erreicht haben.
Laut Angaben der ANSA begannen die ersten Erdstöße mit einer Stärke von 4,6 gestern Abend gegen 22 Uhr in der Region Emilia-Romagna in Norditalien. Die Erschütterungen waren bis in Triest und an der weiter südlich gelegenen Adria-Küste zu spüren.

Bisher liegen noch keine Angaben über Verletzte in dieser Region vor.
Das zweite Erdbeben wurde gegen 3.30 Uhr letzte Nacht in Mittelitalien mit 5,8 gemessen. Das Epizentrum des zweiten Bebens lag gemäß dem italienischen Zivilschutz unter der Stadt L’Aquila in den Abruzzen – etwa 90 km nordöstlich der Hauptstadt Rom. Die historische Altstadt von L’Aquila war dabei schwer beschädigt worden – einige historischen Gebäude stürzten infolge der Erdstöße ein. Die Angaben der Stärke des zweiten Bebens sind noch unklar – laut ANSA soll der Erdstoß sogar eine Stärke von 6,7 erreicht haben, wogegen das US-Institut für Geophysik eine Stärke von 6,3 für dieses Beben verzeichnete. Die Erdstöße sollen bis in Rom und in Pescara an der Adria-Küste zu spüren gewesen sein.
Bisherigen Meldungen zufolge waren bei den Erdbeben mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sollen auch 4 Kinder sein, die ihren schweren Verletzungen im Hospital von L’Aquila erlegen waren. In dem Ort Castelnuovo fielen 5 Menschen dem Beben zum Opfer – in dem Ort waren dutzende Häuser und eine Kirche eingestürzt. Eine ältere Frau und ein kleines Mädchen starben im nahe gelegenen Ort Fossa.
Das Hotel Duca degli Abruzzi wurde von dem Beben völlig zerstört – hier werden noch dutzende Menschen vermisst. Notärzte, Zivilschutz und Feuerwehr versuchen, in den Trümmern des Hotels noch Überlebende zu finden. In L’Aquila war das Dach eines Studentenwohnheims eingestürzt – hier sollen noch einige Studenten in den Trümmern eingeschlossen sein. Erst nach und nach werden die Ausmaße der Katastrophe deutlich. Das Beben soll tausende Gebäude zerstört haben und unzählige Menschen zu Obdachlosen gemacht haben.
Die Erdbeben-Serie soll sich in den vergangenen Wochen bereits durch mehrere kleine Beben angekündigt haben. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass Warnungen vor einem heftigen Beben von einigen Beobachtern ausgesprochen worden waren. Laut Angaben des Zivilschutzleiters waren diese Warnungen nicht ernst genommen worden, da diese nicht wissenschaftlich fundiert gewesen seien.

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