Feb

14

2009

Absturz des Regionalflugzeugs in Clarence noch immer rätselhaft

Abgelegt in USA

Die Ursache für den Absturz der Propellermaschine der US-Fluggesellschaft Continental Airline Express am späten Donnerstagabend – Ortszeit – auf ein Wohngebiet im Bundesstaat New York ist immer noch ungeklärt. Das Flugzeug, das mit rund 2.300 kg Treibstoff beladen war, kam aus Newark im Bundesstaat New Jersey und sollte in Buffalo landen.

Unmittelbar nach dem Aufprall explodierte das Passagierflugzeug. Alle 49 Insassen des Flugzeugs kamen bei dem Absturz ums Leben. Ein weiteres Opfer war unter den Hausbewohnern – dieser starb durch das Flammeninferno im Dorf Clarence Center. Aus dem Unglückshaus konnten sich eine Frau und ein kleines Kind mit leichten Verletzungen retten.
Dramatische Szenen an der Absturzstelle folgten dem Unglück. Augenzeugen berichteten von einem immensen Knall und anschließend meterhohen Flammen, die den ganzen Himmel in Orange einfärbten. Dass bei dieser Katastrophe nur ein einziges Haus in dem Wohngebiet komplett zerstört wurde, grenzt schon fast an ein Wunder. Die örtliche Feuerwehr war zwar binnen weniger Minuten vor Ort, aber dennoch bestand keine Chance auf Rettung der Flugzeuginsassen.
Stundenlang hatten die Ermittler keine Chance, zu dem verunglückten Flugzeug vorzudringen – es war viel zu heiß, um dorthin zu gelangen. Warum das Flugzeug bei dem bereits eingeleiteten Landeanflug auf Buffalo plötzlich verunglückte ist den Experten noch immer ein Rätsel. Laut Angaben des FBI gibt es jedoch keinerlei Hinweise, die auf einen Terroranschlag deuten. Die Ermittler hoffen, durch die Auswertung der Flugschreiber des Flugzeugs, Typ Bombardier Dash 8 Q 400, nähere Hinweise auf die Unglücksursache zu erhalten. Die Flugschreiber und ein Stimmrekorder konnten am Freitagabend – Ortszeit – geborgen werden. Ein Flugschreiber konnte bereits ausgewertet werden, auf dem laut einem Vertreter der staatlichen Untersuchungsbehörde NTSB eine Diskussion der Besatzung über beträchtliche Vereisung aufgezeichnet war.
Gemäß der Veröffentlichung der Mitschrift der letzten Funksprüche sollte die Piloten von Flug 3407 während des Landeanfluges noch regulären Funkkontakt zum Tower gehabt und keinerlei Hinweise auf Probleme mit der Maschine gegeben haben. Nach Anweisung des Fluglotsen für die Maschine in 700 m Höhe sollte die Landung auf Bahn 23 erfolgen. Bereits eine Minute später war das Flugzeug nicht mehr über Funk zu erreichen.
Ein Augenzeuge, der zum Unglückszeitpunkt mit seinem Auto unterwegs war, berichtete, dass die Maschine in einer Höhe von nur etwa 25 Metern über ihn hinweg geflogen war. Dabei sei die Spitze des Flugzeugs nach unten gehangen und das Flugzeug nach links geneigt gewesen. Unmittelbar nach dem Aufprall auf das Unglückshaus loderten nach Angaben des Augenzeugen Flammen in 15 Metern Höhe aus dem Wrack.
Seit den Terroranschlägen im Jahr 2001 handelte es sich bei diesem Unglück um den folgenschwersten Absturz in den USA.

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